Versicherungen beleihen – macht das Sinn?
Immer wieder kommen die Menschen in eine finanzielle Notsituation.
Ist es dann sogar schon soweit, dass man nicht einmal mehr seine üblichen Versicherungsbeiträge zahlen kann, sollte man sich mit der Versicherung in Verbindung setzen. Oft kann man den Vertrag eine Zeit lang von der Beitragszahlung freistellen. Der große Vorteil: Der Versicherungsschutz bleibt erhalten, auch wenn er sich nicht mehr weiter erhöht und es wird vermieden, dass man die Versicherung verkaufen muss.
Aber auch eine Beleihung der Versicherung ist bei einigen Versicherungen möglich. Dabei erhält man aus seinen angesparten Beiträgen ein Darlehen. Dieses kann man im Grunde mit einer Vorauszahlung der Versicherungssumme gleich setzen. In der Regel wird das Darlehen zu einem späteren Zeitpunkt wieder in den Vertrag eingezahlt, aber auch eine Verrechnung mit den Leistungen aus der Versicherung ist möglich.
Der Vorteil bei diesen Darlehen liegt darin, dass zum Beispiel bei Lebensversicherungen der Todesfallschutz ebenso wie die Beiträge für die private Altersvorsorge bestehen bleiben. Sie werden lediglich um den Darlehensbetrag verringert. Zudem muss man keine weiteren Sicherheiten für die Gewährung des Darlehens stellen, da dieses über die Police abgedeckt ist. Auch eine Eintragung in der Schufa wird bei den so genannten Policen Darlehen nicht vorgenommen.
Bis vor kurzem konnte man sich mit der Bitte um ein solches Darlehen nur an die eigene Versicherung wenden. Allerdings lässt auch diese sich das kurzfristige Flüssigmachen der Verträge sehr gut bezahlen. Im Schnitt verlangen die Versicherungen Zinsen zwischen sechs und sieben Prozent. Keine wirklich attraktive Möglichkeit also, auch wenn man bedenkt, wie lange die Versicherungen einen oft schon kennen und einschätzen können. Vergleicht man das Ganze jedoch mit einem normalen Bankdarlehen, so sieht man auch hier schnell, dass dieses nicht sonderlich viel günstiger ist. Zudem erfolgt hier ein Eintrag in die Schufa.